Ausstellungen

tuchinform, Winterthur   ·   18. bis 22. September 2012

Pressetext

Die Modedesignerin Pia Herrmann war als Leiterin der Abteilung Mode-Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel in der experimentellen Kleidgestaltung tätig. Nach einem Sabatical hat sie vor einigen Jahren in Uster ihr eigenes Label ·pi·collection mit Atelier als eine Art Kleidmanufaktur eröffnet.

Für die in tuchinform präsentierte Herbst- Winterkollektion stand die Schürze als Pate im Mittelpunkt. Die Schürze, ursprünglich ein kleidsames schützendes Überkleid hat die Designerin zu einem attraktiven Bekleidungsteil umgewandelt. Sie wurde verkürzt, traditionelle Nahtführungen verändert, in zwei Teile geteilt, gewickelt, körperbetont oder weich umspielend verarbeitet. Dabei war der Designerin das Ausreizen von Gegensätzen wichtig in der Wahl von unüblichen Materialkombinationen und schlichtem, gleichzeitig überraschend pompösen Erscheinungsformen.

Die Couturière erarbeitet Modelle für die modische, wache und eigenwillige Frau. Ihre Kleidungsstücke verleihen dem Körper Eleganz und unterstreichen ein Wohlbefinden. Einzelne Modelle lassen sich ganz verschieden kombinieren. Die Designerin gestaltet somit entschieden gegen die Wegwerfmentalität vieler Zeitströmungen. Sie verwendet meist Naturmaterialien, wie Wolle, Tasmania Wolle, Seide und Polyester in hoher Qualität in den Farben eisblau, verschiedene Rottöne, camel, grau melange und schwarz, mit grossem Tragkomfort und Sinnlichkeit.